{"id":12,"date":"2010-11-24T06:48:41","date_gmt":"2010-11-24T06:48:41","guid":{"rendered":"http:\/\/tk-herrischried.de\/?page_id=12"},"modified":"2010-11-28T10:30:00","modified_gmt":"2010-11-28T10:30:00","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/?page_id=12","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<h1>der Trachtenkapelle Herrischried e.V.<\/h1>\n<p>Die Gr\u00fcnderjahre 1863 &#8211; 1871 (Musikgesellschaft Herrischried)<\/p>\n<h2>Statuten der Musikgesellschaft von Herrischried<\/h2>\n<p>Nachdem in der Person des Lehrers St\u00f6rk von Hogsch\u00fcr sich ein Mann in der Pfarrei Herrischried befindet, welcher f\u00fcr Instrumentalmusik gro\u00dfe Gewandtheit besitzt und andererseits viele Musikfreunde sich daf\u00fcr erkl\u00e4rten, um einmal eine Instrumentalmusik zu errichten, so sind diejenigen Personen, welche sich vorderhand f\u00fcr die Musik erkl\u00e4rten, zusammengetreten und haben zur inneren Befestigung des Unternehmens nachstehende Statuten entworfen.<\/p>\n<p>\u00a7 1 Durch Stimmenmehrheit wurde Lehrer St\u00f6rk als Vorstand der Gesellschaft gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u00a7 2 Gleichfalls durch Stimmenmehrheit Herrn B\u00fcrgermeister Sch\u00e4uble von Herrischried als Kassier erw\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u00a7 3 Der Vorstand leitet und dirigiert die Musik, ordnet die Unterrichtszeit, sorgt f\u00fcr die Musikst\u00fccke, nimmt sich \u00fcberhaupt um die Ordnung, Bildung und Unterhaltung der Gesellschaft an.<\/p>\n<p>\u00a7 4 Der Kassier nimmt die monatlichen Beitr\u00e4ge der Mitglieder, etwaige Strafen ect. ein und stellt die Auslagen f\u00fcr Musikst\u00fccke, Lichter, Papier ect.; dessen Rechnung geschieht einfach durch Vergleichung der Einnahmen und Ausgaben.<\/p>\n<p>\u00a7 5 Die bis jetzt angeschafften Instrumente bleiben Eigentum des Inhabers damit einige gr\u00f6\u00dfere Sorgen auf dieselben getragen werde.<\/p>\n<p>\u00a7 6 Keinem Mitgliede ist es gestattet, von den in der Gesellschaft einge\u00fcbten Musikst\u00fccken anderw\u00e4rts zu ver\u00e4u\u00dfern oder auszuleihen.<\/p>\n<p>\u00a7 7 Neue Mitglieder k\u00f6nnen aufgenommen werden zu jeder Zeit, wenn dieselben einen ordentlichen, soliden Lebenswandel gef\u00fchrt haben und zu erwarten ist, da\u00df die Gesellschaft auch nach moralischen Grunds\u00e4tzen vollkommener wird.<\/p>\n<p>\u00a7 8 Jedes neuaufgenommene Mitglied hat gleich nach der Aufnahme 5 fl in die Kasse zu bezahlen.<\/p>\n<p>\u00a7 9 Mitglieder, welche sich durch Ausschweifung und st\u00f6rendes Betragen sowie durch zu lauen Eifer f\u00fcr die Sache auszeichnen, k\u00f6nnen nach Stimmenmehrheit wieder entlassen werden.<\/p>\n<p>\u00a7 10 Als Betrag zu den Gesellschaftsauslagen zahlt jedes Mitglied per Monat 12 xr in die Kasse.<\/p>\n<p>\u00a7 11 Jedes Mitglied, das unentschuldigt vom Unterrichte oder den angeordneten Proben ausbleibt, hat als Strafe 12 xr in die Kasse zu bezahlen; die Entschuldigung mu\u00df l\u00e4ngstens am nachfolgenden Tage vorgebracht werden.<\/p>\n<p>\u00a7 12 Jeder Teilnehmer mu\u00df, wenn er freiwillig austritt in die Kasse 3 fl als Ersatz f\u00fcr den Nachteil, der der inneren Kraft der Musik erwachsen k\u00f6nnte, entrichten; die beigetretenen Lehrer der Pfarrei, denen es das gr\u00f6\u00dfte Interesse f\u00fcr die Musik sein mu\u00df, haben aber das Doppelte, n\u00e4mlich 6 fl zu bezahlen.<\/p>\n<p>\u00a7 13 Der Austritt entschuldigt oder rechtfertigt sich durch best\u00e4nden Abzug aus der Pfarrei.<\/p>\n<p>\u00a7 14 Der Zweck des Unternehmens der Gesellschaft besteht vorderhand in Erlehrung der Musik, im geselligen Unterhalte, die ganze Gesellschaft macht aber auch das Versprechen: zur Verherrlichung des Gottesdienstes oder irgendeiner kirchlichen Feier, auch Kirchenmusik zu machen, wenn solches von den Kirchenvorst\u00e4nden gew\u00fcnscht wird.<\/p>\n<p>\u00a7 15 Zur inneren Befestigung der unternommenen Sache soll von Seite des Gro\u00dfherzoglichen Bezirks Amtes Genehmigung eingeholt werden.<\/p>\n<p>Mit vorstehendem sind alle Mitglieder einverstanden.<\/p>\n<p>Herrischried, den 1.ten Februar 1863.<\/p>\n<h2>1863<\/h2>\n<p>Das Vereinsleben nahm 1863 mit einer f\u00fcr unsere heutigen Verh\u00e4ltnisse undenkbaren Konzentration seinen Auftakt. Die Aktiven luden alles auf ihre Schultern. Es ist nichts bekannt von Spenden, Sammlungen, Passivmitgliedern. Da\u00df die Instrumente im Besitz des Musikanten blieben, besagt, da\u00df er wahrscheinlich auch die Anschaffungskosten weitgehend getragen hat. Am Dienstag, Freitag und Sonntag waren die Proben angesetzt. Werktags fanden diese im Schulhaus (Rathaus) in Herrischried und am Sonntag im &#8222;Ochsen&#8220; statt. Schon f\u00fcnf Monate nach der Gr\u00fcndung findet sich im &#8222;Albboten&#8220; ein Inserat und ein Artikel vom Musikfest am 21. Juni 1863 in G\u00f6rwihl. Im darauffolgenden Jahr machten die Herrischrieder einen Ausflug nach Obers\u00e4ckingen. Zwischenzeitlich war der Verein um vier Spieler gewachsen.<\/p>\n<p>Leider endet damit aber unsere Chronik der Gr\u00fcndungszeit . Das Vereinsleben blieb hernach nur noch vom H\u00f6rensagen in der \u00dcberlieferung mit sehr schwachen Lebenszeichen existent. Die pulsierende Kraft von Hermann St\u00f6rk ist 1866 nach Strohbach versetzt worden. Als Krieger gingen eine ganze Reihe der Musikanten in den Feldzug 1870\/71. Hernach wurde in Herrischried noch weiter Musik gemacht. An Hochzeiten, so berichtet die \u00dcberlieferung, wurde von Ortsans\u00e4ssigen zum Tanz aufgespielt.<\/p>\n<p>Die Jahre 1920 &#8211; 1945 (Musikverein Herrischried)<\/p>\n<p>Aus einer am 11. Juli 1919 abgerechneten Haussammlung des Arbeiterfortbildungsvereins Herrischried zur Beschaffung von Musikinstrumenten haben Edwin Wehrle, 2. Vors.; Gottfried Baumgartner und der Cassier Michael Maier 1842 Mark abgerechnet. Es wurden bei Riedacker, Br\u00fcnigheim f\u00fcr 450, bei Hug, L\u00f6rrach f\u00fcr 2595 und in Strittmatt (gro\u00dfe Trommel) f\u00fcr 65 Mark Instrumente gekauft. Die Kreditkasse Herrischried streckte das fehlende Geld vor. Nach der Weihnachtsfeier war man sich ,dar\u00fcber klar, da\u00df die Arbeiterfortbildungs-Musikanten ihren Zweck in einem eigenen Musikverein eine bessere Zielsetzung findet. Am 4. Januar 1920 kam es zur Unterzeichnung der Statuten des neu gegr\u00fcndeten Musikvereins &#8222;Hotzenwald&#8220;,<\/p>\n<p>Die instrumentelle Ausgliederung aus dem Arbeiterfortbildungsverein erfolgte gem\u00e4\u00df vertraglicher Verpflichtung. Im Passivmitgliederverzeichnis 1920 finden sich viele Mitglieder auch von Hogsch\u00fcr, Niedergebisbach, Obergebisbach-Homberg, Wehrhalden, Gro\u00df- und Kleinherrischwand.<\/p>\n<p>Die \u00fcbernommene Darlehensschuld von 1500 Mark war bald getilgt. Eine neue am 7. M\u00e4rz 1920 abgerechnete Haussammlung brachte 1582.50 Mark. Auf einer Rechnung vom Mai 1920 f\u00fcr Schwarzpulver zum B\u00f6llerschie\u00dfen geht hervor, da\u00df damals in der Lochmatt ein gro\u00dfes Waldfest stattfand. Die neue Musik trat im gleichen Jahr bei Konzerten im Ochsen, Hogsch\u00fcr, Hottingen, Strittmatt, Tiefenstein, Giersbach sowie bei der Chilbi in Schellenberg auf. Gefestet wurde im September beim Ochsenwirt Frackmann und keiner wollte bezahlen. Der zweite Vorsitzende Edwin Wehrle bekam einen Zahlungsbefehl \u00fcber 247,40 Mark. Wer die Zeche letztendlich bezahlte ist nicht mehr aktenkundig. Gro\u00df in Erscheinung trat 1921 der Musikverein bei der Fahnenweihe des Kriegervereins Herrischried am 11. September 1921. Zuvor wurde noch f\u00fcr 550 Mark von der Stadtmusik Zell i.\/W. eine Es-Klarinette gekauft. Die Gemeinde Herrischried spendete am 7. Dezember 1922 gro\u00dfz\u00fcgig 2000 Mark. Von der Stadtmusik Rheinfelden ist eine gro\u00dfe Trommel f\u00fcr 500 Mark gekauft worden.<\/p>\n<p>Reminiszenz:<\/p>\n<p>1982 berichtet Max Schneider, Stehle, er habe als Kind die Alten in den Zwanzigerjahren sagen h\u00f6ren, da\u00df die neue Musik eine &#8222;Schei\u00df-Musik&#8220; sei. Die h\u00e4tten ja nicht einmal einen &#8222;Gl\u00f6ckli-Baum&#8220;. Die erste Herrischrieder Musik h\u00e4tte einen sch\u00f6nen Gl\u00f6ckli-Baum, den der Vorstand gestiftet habe, besessen.<\/p>\n<p>Die Inflation gipfelte beim Musikverein mit folgenden Turbulenzen: Im Juni 1923 erbrachte eine Haussammlung zur Beschaffung einer Vereinsfahne die Summe von 620 450.- Mark. Bis das Geld gesammelt und abgerechnet war, hatte das Geld schon keinen Wert mehr. Die&#8220; Fahne &#8220; (siehe Notgeld) wurde abgeschrieben. Ein halbes Dutzend Klarinetten-Bl\u00e4tter kosteten 12 570 Mark. Zwei am 6. September 1923 gekaufte M\u00e4rsche verschlangen die stolze Summe von 3.595.000 Mark.<\/p>\n<p>Im Jahre 1924 hat der Verein 92 Passivmitglieder. Das Alphabet beginnt mit Pfarrer Albert. Bei der Allianz versichert der Verein die Instrumente der Mitglieder gegen Brand und Entwendung f\u00fcr j\u00e4hrlich 15 Goldmark. F\u00fcr 133 Proben verlangt Dirigent Johann Sch\u00e4uble ganze 100 Goldmark. Josef Wassmer schickt die Rechnung zur\u00fcck. Vermerk: Ich befasse mich nicht mehr mit der Musik; der Stellvertreter sei zust\u00e4ndig. Sch\u00e4uble: &#8222;Undank ist der Welt Lohn!&#8220;Zahlungsfrist 10 Tage, ansonsten \u00fcbergebe ich die Sache dem Rechtsanwalt!<\/p>\n<p>Am 27. Juli 1927 f\u00fchrte Dirigent Johann Sch\u00e4uble seine Herrischrieder zum Preiswettspiel nach Murg und erhielt in der Klasse C einen 3a Preis. Mehrfach im Jahr, wurden dem Bilagi-Sepp (Vorstand Josef Wa\u00dfmer) &#8222;Geburtstags-St\u00e4ndchen&#8220; gespielt, weil dieser f\u00fcr die Musikanten stets ein angezapftes Fa\u00df bereitstehen hatte. Vom Kirchturm ert\u00f6nte allj\u00e4hrlich in der Silvesternacht Chor\u00e4le und hernach Marschmusik im Hause von B\u00fcrgermeister Peter Matt. Im September 1930 \u00fcbernahm Hauptlehrer Otto M\u00fcller das Dirigentenamt bei der Musik und beim Kirchenchor. M\u00fcller hatte die Kapelle gut in Schwung.<\/p>\n<p>Die Herrischrieder Musik spielt sch\u00f6n laut, wenn August auf die Pauke haut!<\/p>\n<p>Wenn Lehrer M\u00fcller dirigiert , sind wir Berliner am\u00fcsiert.<\/p>\n<p>Diese Verse stammen aus einem Gedicht, das 1936 ein KdF-Urlauber beim Abschiedsabend im &#8222;Ochsen&#8220;,auf alle 20 Musikanten angesetzt zum Vortrag brachte. F\u00fcr den 1937 verstorbenen, verdienten langj\u00e4hrigen Vorstand Josef Wa\u00dfmer \u00fcbernahm Alfred Eckert dessen Amt. Der Krieg brachte 1939 jegliche musikalische T\u00e4tigkeit zum Erliegen. Eilends sammelte Alfred Eckert 1945, bevor die Franzosen kamen, die Instrumente ein und versteckte sie bei sich im Heustock. Leider kehrten einige Musikanten nicht mehr aus dem Krieg heim.<\/p>\n<h2>Die Jahre 1947 &#8211; 1972<\/h2>\n<p>&#8222;Proces verbal de la reunion de Fondation du Musikverein Herrischried. ayant lieu dimanche, le 29.03.47, 13.30 a l&#8217;ecole a Herrischried.&#8220; So lautete der franz\u00f6sische Text zum Wiedergr\u00fcndungsprotokoll.&#8220;La croix du foret de sapin&#8220;, f\u00fcr Auff\u00fchrung dieses Theaterst\u00fcckes am 28. M\u00e4rz und 4. April 1948 in der &#8222;auberge enpareur allemande&#8220; mu\u00dfte der &#8222;Lex Maire&#8220; (B\u00fcrgermeister) die Unbedenklichkeit bescheinigen.<\/p>\n<p>1950 stieg auf dem Dorfplatz das 30j\u00e4hrige Stiftungsfest im Rahmen eines Gartenfestes. 1951 beim Bewertungsspiel in S\u00e4ckingen, erhielt man in der Unterstufe die Note&#8220;gut &#8211; sehr gut&#8220; zuerkannt. Neu uniformiert zeigte sich der Verein beim gemeinsamen Konzert mit dem Gesangverein am Chilbisunndig 1952. Beim Besuch 1953 erhielt der bew\u00e4hrte Gr\u00fcndungsdirigent Lehrer Deubel, die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt. 1959 hat man beim Bezirksmusikfest in Harpolingen an der Marschmusikbewertung teil genommen und erhielt die Note &#8222;sehr gut&#8220;. Zu neuen Uniformen gereichte es dem Verein im Sommer 1959. Dem tatkr\u00e4ftigen F\u00f6rderer der Herrischrieder Musik, Pfarrer Nikolaus Rombach, wurde beim 50-j\u00e4hrigen Priesterjubil\u00e4um 1962 in der Kirche und im Bierhaus gespielt. 1963 trug man unseren treuen Freund und G\u00f6nner Pfarrer Nikolaus Rombach zu Grabe. Die eingefrorenen Ventile der Blechinstrumente lie\u00dfen es nicht zu, am Grabe zu spielen. Zusehens beginnt der Musikverein sich unterhaltend den Ferieng\u00e4sten zu widmen. In einem 2000- Personen-Zelt wurde im Juni 1969 das 50-j\u00e4hrige im Rahmen eines Bezirksmusikfestes (Bez. 7) inszeniert.<\/p>\n<p>Reminiszenz von Konrad Schlegel (*1919) im Jahre 1983:<\/p>\n<p>&#8222;1969 habe ich zeitgleich mit der Herrischrieder Musik meinen 50.Geburtstag gefeiert. Heute bin ich 64, die Musik aber auf einmal schon 120 Jahre alt.&#8220;<\/p>\n<p>Nachforschungen von Heimatforscher Paul Eisenbeis (G\u00f6rwihl) brachten zu Tage, da\u00df die erste Herrischrieder Musikkapelle bereits 1863 gegr\u00fcndet worden war. Der Musikverein war also 1969 statt 50 Jahre bereits 106 Jahre alt, aber niemand ahnte es.<\/p>\n<p>Freudentr\u00e4nen trocknen durfte 1969 US-Urlauber und Mitbegr\u00fcnder von 1919, Oskar Kaiser, beim musikalischen Empfang im Bierhaus . F\u00fcr die Ferieng\u00e4ste wurden 1970 mehrere Heimatabende in der Turnhalle mitgestaltet. Musikalisch empfangen wurde im Juli Altbundeskanzler Kurt Georg Kiesinger. Das Lied vom guten Kameraden erklang im Mai 1972 f\u00fcr den Ehrendirigenten Johann Sch\u00e4uble (Hanisli-Hans).<\/p>\n<h2>Die Jahre ab 1973 (Trachtenkapelle Herrischried)<\/h2>\n<p>F\u00fcr eins, wo Tracht trait<\/p>\n<p>Dreierlei isch es, was unseri Tracht<\/p>\n<p>dur alli Zite so wertbst\u00e4ndig macht:<\/p>\n<p>Da\u00df si will vu de Liebi s\u00e4ge,<\/p>\n<p>wo Mensche zu ihrer Heimet tr\u00e4ge,<\/p>\n<p>Da\u00df si e Chleid si will zum sich freue.<\/p>\n<p>Un da\u00df si no zeigt, da\u00df allweg im Neue<\/p>\n<p>no s Alti si Platz h\u00e4t un bliibe cha.<\/p>\n<p>Drum ehr i mi Tracht.<\/p>\n<p>Drum leg i si a.<\/p>\n<p>Gerhard Jung<\/p>\n<p>Am 19. August 1973 zeigten sich die Aktiven beim Trachtenfest im Zeit auf dem B\u00fcndtenfeld erstmals im Kost\u00fcm ihrer Urv\u00e4ter. Der Einwohnerschaft, der Gemeinde und dem Landkreis Waldshut sei Dank f\u00fcr die finanzielle Anstrengung zu dieser denkw\u00fcrdigen Errungenschaft. Angenehm aufgefallen sind unsere Herrischrieder in ihrer bodenst\u00e4ndigen Kost\u00fcmierung im gleichen Monat beim Schlo\u00dfparkkonzert in S\u00e4ckingen. Im Mai 1974 war man beim Wertungsspiel in S\u00e4ckingen und erhielt einen ersten Rang zuerkannt. Zu den Bayuwaren ging der Jahresausflug, nach Olympia-M\u00fcnchen, Feldkirchen-Bruckm\u00fchl. Bad Aibling, Schongau, wo man bei einem Heimatabend in Bad Aibling zusammen mit der Trachtengruppe Alt-Hotzenwald mitwirkte. Den Aktiven in der Zipfelm\u00fctze, Horst Schmidgall. setzten die W\u00e4hler 1974 auf den B\u00fcrgermeistersessel, wozu die Musik nat\u00fcrlich konzertant jubilierte. Musikalische Beigaben bekamen unsere Feuerwehrkameraden zum Fest ihres 110-j\u00e4hrigen Bestehens beigesteuert. Alemannisch zeigten sich die Herrischrieder bei Konzerten auf dem Kartoffelplatz, am Basler Hof &#8230; und auf dem Karlsplatz in Freiburg. Bundesgartenschau (lich) manifestierten sich&#8220;badisch&#8220; unsere Musik-Hotzen ebenfalls im September 1975 im Baden-W\u00fcrttembergischen Pavillion in Mannheim. Beim Osterkonzert 1976 spielten zum ersten Mal sieben M\u00e4dchen mit. Das ist nicht selbstverst\u00e4ndlich, war doch Blasmusikmachen bis jetzt reine M\u00e4nnersache. Werbend f\u00fcr den Hotzenwald waren die Auftritte in Z\u00fcrich-Spreitenbach und beim S\u00e4ckinger Scheffelfest, im Jahre 1976. Im September 1977 war die Trachtenkapelle bei Hubert Bodelier in Geleen\/Holland zu Gast. In der alten gotischen Kirche waren zum Gottesdienst den Hotzen die ersten B\u00e4nke reserviert. Es wurden nach der Kommunion zwei Chor\u00e4le intoniert. Zur \u00dcberraschung unterbrachen die Gottesdienstbesucher die and\u00e4chtige Ruhe mit spontanem Beifall. Noch viele Zeichen \u00fcberw\u00e4ltigender Gastfreundschaft bekamen die Herrischrieder in der Heimat des holl\u00e4ndischen Urlaubers. Zu einem freundschaftlichen Gegenbesuch mit Konzert war die Kapelle im Oktober 1977 in Niederrohrdorf\/Schweiz. An Pfingsten 1978 wurde ausgiebig bei der Verschwisterung in der s\u00fcdfranz\u00f6sischen Partnergemeinde Le Castellet musiziert.<\/p>\n<p>1979 war wieder einmal Auftritt mit der Trachtengruppe &#8222;Alt-Hotzenwald&#8220; beim Musikverein in Merchweiler\/Saarland. Im August wurde mit Veranstaltungen in Herrischried die Verschwisterung mit Le Castellet ratifiziert. Im Dezember trug die Musik ihren alten Kameraden und Ehrenvorstand Alfred Eckert zu Grabe. Hervorragend war der Herrischrieder Beitrag im Mai 1980 beim Regio-Abend in der St. Jakob-Sporthalle in Basel im Zusammenwirken mit Gruppen aus Todtnau und Zell und dem Heimatdichter Gerhard Jung. Im Oktober 1980 waren die Herrischrieder beim 75j\u00e4hrigen in Rheinfelden. Eine Stadtmusik, gegr\u00fcndet von einem Herrischrieder, das hat uns mit Stolz erf\u00fcllt. Einmal mehr zeigte sich die Trachtenkapelle mit unserer Trachtengruppe,Alt Hotzenwald&#8220;, diesmal beim Erntedankfest mit Umzug in Oltingue im Elsa\u00df. Unsere Trachtengruppe hat uns \u00fcber viele Jahrzehnte die Hotzenw\u00e4lder Folkloristik in unsere trachtenbewu\u00dfte heutige Zeit hin\u00fcbergerettet. An Pfingsten 1982 war die Trachtenkapelle bei der Gestaltung der 700-Jahrfeier der Gemeinde aktiv. Unserer Tracht Ehre einlegen durften wir nach dem Festgottesdienst beim Zeremonium &#8222;Jerge-Tag&#8220;, bei dem wir musikalisch den Ablauf des Gel\u00f6bnisses auf die Freiheit der\/Altvorderen, eine Art Dingrodel, untermalen durften. Gro\u00dfe Freude herrschte allenthalben bei unseren Mitgliedern im November, als uns von der Arbeitsgemeinschaft der Volksmusikverb\u00e4nde e. V. aus Trossingen die Nachricht zuging, da\u00df unserem Antrag auf Verleihung der &#8222;Pro Musica&#8220;Plakette stattgegeben worden ist. Mit einem Konzert r\u00fcsteten wir auf das Fest dieser hohen Auszeichnung, die am 11. Juni 1983 durch den 1. Pr\u00e4sidenten des Bundes Deutscher Blasmusikverb\u00e4nde, Herrn Dr. Nothhelfer, Regierungspr\u00e4sident, erfolgte.<\/p>\n<p>In einer w\u00fcrdigen Zeremonie wird unserem Verein am 11.Juni.1983 im Gemeindesaal Lochmatt von Regierungspr\u00e4sident Dr.Norbert Nothhelfer die h\u00f6chste Auszeichnung f\u00fcr Musikvereine, die Pro-Musica-Plakette verliehen. 1984 wird das 120j\u00e4hrige Jubil\u00e4um nachgefeiert. Im Oktober 1984 kommt es zum 2.Gemeinschaftkonzert zusammen mit der Hotzenwald-Bauernkapelle G\u00f6rwihl. In der lezten Dezemberwoche 1984 beucht uns eine kleine Delegation der Blaskapelle Daag en Nach aus dem niederl\u00e4ndischen Grevenbicht, die eine Beziehung zu einer deutschen Kapelle sucht.<\/p>\n<p>Zerw\u00fcrfnisse mit einigen Musikern haben Dirigent Werner Stoll zum R\u00fccktritt veranlasst. Nachfolger wird, zun\u00e4chst interim, ab Juni 1985 endg\u00fcltig der amtierende 1.Vorstand G\u00fcnter Kaiser. Diese Doppelfunktion hat es seit Hermann St\u00f6rk, unserem Gr\u00fcnder von 1863 nicht mehr gegeben.<\/p>\n<p>Bei der Generalversammlung am 1986 gibt G\u00fcnter Kaiser sein Amt als erster Vorsitzender an seinen Vorg\u00e4nger Herbert Huber zur\u00fcck Die Mitglieder stimmen mehrheitlich f\u00fcr die Anschaffung einer Vereinsfahne. Im Sommer 1986 sind unsere Freunde von \u201eDaag en Nach&#8220; zum erstenmal bei uns in Herrischried, unser erster Gegenbesuch erfolgt im folgenden Jahr<\/p>\n<p>Eine druchgef\u00fchrte Haussammlung erm\u00f6glicht es uns, uns zum 125j\u00e4hrigen Jubil\u00e4umsjahr 1988 endlich die ersehnte Vereinsfahne anzuschaffen. Nach Eingang der verschiedenen Angebote und farbigen Entw\u00fcrfe entscheiden wir uns f\u00fcr die niederbayerische Fahnenstickerei K\u00f6ssinger in Schierling bei Regensburg. Das Jahreskonzert am Ostersonntag 1988 wird als Jubil\u00e4umskonzert zum 125j\u00e4hrigen Vereinsbestehen aufgef\u00fchrt. Die neue Fahne wird im Mai feierlich geweiht. Das Jubil\u00e4umsjahr wird im Dezember mit einem feierlichen Kirchenkonzert beendet. Zum zweiten Male besuchen wir 1989 unsere Musikfreunde von \u201eDaag en Nach&#8220; im niederl\u00e4ndischen Grevenbicht<\/p>\n<p>1990<\/p>\n<p>1991<\/p>\n<p>1992<\/p>\n<p>1993<\/p>\n<p>Im Januar 1994 findet unser 2.Kirchenkonzert statt.In der Generalversmmlung am stellt der erste Vorsitzende Herbert Huber nach insgesamt 20j\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit sein Amt zur Verf\u00fcgung. Nachfolger wird Roland Kaiser. Herbert Huber wird anl\u00e4sslich des Jahreskonzertes 1994 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Unser Ausflugsziel 1994 war die bayerische Landeshauptstadt M\u00fcnchen. Neben einem z\u00fcnftigen Abend im Hacker-Keller stand am zweiten Tag der Besuch der Bavaria-Filmstudios auf dem Programm. Im Oktober 1994 veranstalten wir mit gro\u00dfem Erfolg unser erstes Wunschkonzert in der Rotmooshalle<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1995 gibt die Trachtenkapelle zum ersten mal ihre j\u00e4hrliche Infozeitschrift &#8222;Musik aktuell !&#8220; an ihre Aktiv-, Ehren- und Passivmitglieder heraus. Die Teilnahme an der Marschmusikbewertung im Mai 1995 anl\u00e4sslich des Verbandsmusikfestes in Dogern wird f\u00fcr uns mit der H\u00f6chstwertung, einem \u201eErsten Rang mit Auszeichnung&#8220; belohnt. H\u00f6hepunkt des Sommerfestes vom ist der Auftritt der tschechischen Spitzenkapelle \u201eGloria &amp; Kamenikovi Muzikanti&#8220; am Samstagabend in der Eissporthalle.<\/p>\n<p>1996<\/p>\n<p>1997<\/p>\n<p>Der ehemalige Gemeindesaal Lochmatt wird 1998 zu einem gro\u00dfz\u00fcgigen Probelokal umgebaut. Ein Instrumenten- und Inventarraum mit Vereinsb\u00fcro nimmt den Platz der ehemaligen B\u00fchne ein. Eine neue Beleuchtungsanlage, Notentafel, Musikanlage, Dirigenten- und Schlagzeugpodium schaffen ideale Probenbedingungen<\/p>\n<p>Ab Januar 99 ist die Trachtenkapelle mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Unter der Adresse http:\/\/www.hotzenwald.de\/tkh erf\u00e4hrt der Internet-Surfer allerhand wissenswertes \u00fcber uns und unsere Heimat. Ebenfalls Im Januar 1999 sind wir zu Gast bei der Landsmannschaft der Banater Schwaben in M\u00fcnchen. Diese Beziehung ist auch f\u00fcr uns ein lebendiges St\u00fcck Heimatgeschichte, wanderten im 18.Jahrhundert doch viele Hotzenw\u00e4lder ins Banat aus oder wurden, wie unsere unvergessenen Freiheitsk\u00e4mpfer, die Salpeterer ins Banat verbannt. H\u00f6he punkt dieser Reise war unser Auftritt beim allj\u00e4hrlich stattfindenden Schwabenball im M\u00fcnchner Pschorrkeller.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>der Trachtenkapelle Herrischried e.V. Die Gr\u00fcnderjahre 1863 &#8211; 1871 (Musikgesellschaft Herrischried) Statuten der Musikgesellschaft von Herrischried Nachdem in der Person des Lehrers St\u00f6rk von Hogsch\u00fcr sich ein Mann in der Pfarrei Herrischried befindet, welcher f\u00fcr Instrumentalmusik gro\u00dfe Gewandtheit besitzt und &hellip; <a href=\"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/?page_id=12\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":91,"parent":2,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-12","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":130,"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/12\/revisions\/130"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/91"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/trachtenkapelle-herrischried.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}